Ein «Leuchtturm der Wissenschaft»
Das Biozentrum der Universität Basel ist ein architektonisch markanter Bau im Herzen der Stadt. Als moderner und international renommierter Wissenschaftscampus vereint es 34 Forschungsgruppen, Lehre, Labore, Hörsäle, Gastronomie und öffentliche Veranstaltungen unter einem Dach.
Biozentrum der Universität Basel
Das Biozentrum der Universität Basel ist eines der weltweit führenden interdisziplinären Institute für Life Sciences. Über 500 Mitarbeitende und 30 internationale Forscherteams betreiben molekulare und biomedizinische Grundlagenforschung und Lehre. Das 1971 gegründete Biozentrum ist Geburtsstätte zahlreicher bahnbrechender Entdeckungen in der Biologie und der Medizin und hat mehrere Nobelpreisträger hervorgebracht. Der Neubau des Biozentrums (Eröffnung 2021) war der erste Meilenstein auf dem Weg zum Life Sciences Campus der Universität Basel.
Mit einer Höhe von 73 Metern wird der Neubau des Biozentrums auch «Leuchtturm der Wissenschaft» genannt. Es ist eines der architektonisch beeindruckendsten der rund 80 Gebäude, die zur Universität Basel gehören. «Wir haben es 2021 in Betrieb genommen und bis heute ist es eines der technisch anspruchsvollsten Gebäude im Bestand», sagt Christopher Weiss, Leiter Campus Services Natural & Life Sciences der Universität Basel. Das Biozentrum sei für ihn nicht einfach eines unter den 23 Gebäuden, das er zusammen mit seinem Team betreue. Für ihn ist es ein Meilenstein der Universitätsgeschichte.
Forschungsbetrieb mit hohen Anforderungen
Fällt in einem Hörsaal ein Licht aus, ist dies ärgerlich. Wenn aber in einem der Labore die Temperatur von den definierten Raumkonditionen abweicht oder die Lüftung streikt, kann dies ernsthafte Folgen haben. «Die Anforderungen der Forschungsteams an die technische Infrastruktur und an die Verfügbarkeit sind sehr hoch», erklärt Alexander Sowa, Provider Manager im Campus Team. «Der Betrieb der Kühlräume muss stets sichergestellt sein, damit sie jederzeit ihr Temperaturniveau halten. Wenn dies nur wenige Minuten nicht der Fall ist, muss die Alarmkette perfekt funktionieren. Die «akademischen Herausforderungen» prägen auch die Zusammenarbeit mit den Partnern und Providern. Eine absolut verlässliche und funktionierende Technik ist in diesem Gebäude Grundvoraussetzung für Forschung auf höchstem Niveau.
Härtetest erfolgte erst im Betrieb
Der Bau des Biozentrums war für die Universität Basel ein architektonisches Leuchtturmprojekt, weshalb die Bezeichnung «Leuchtturm der Wissenschaft» seine Berechtigung hat. Der praktische Betrieb spielte in der frühen Planungsphase jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Das zeigt sich bis heute in Details. Christopher Weiss nennt ein Beispiel: «Die Sonnenstoren wurden in die Fassade integriert, zwischen den Scheiben. Deshalb sind sie nur von aussen und mit einem Kran erreichbar. So warten wir jeweils, bis mehrere Storen defekt sind und sich der Einsatz des Krans lohnt.» Auch die Reinigung der äusseren Glasflächen stellte sich als komplex heraus. «Zusammen mit der Suva und ISS als FM-Provider mussten wir im Betrieb erst ein sicheres Verfahren dafür entwickeln», sagt Christopher Weiss.
Alexander Sowa (links) und Christopher Weiss vertrauen auf starke Partner im FM-Bereich.
Energiemanagement als Daueraufgabe
Seine Nutzung mit zahlreichen internen und externen Anspruchsgruppen macht das Biozentrum besonders, ebenso sein Energiebedarf. Das Gebäude ist der grösste Energieverbraucher im gesamten Immobilienportfolio der Universität. «Wenn wir hier zehn Prozent Strom einsparen, entspricht das dem Verbrauch von mehreren Gebäuden», so Christopher Weiss. Aber nicht die Forschung selbst ist der grösste Stromverbraucher, sondern die Technik, die sie ermöglicht. Die energetische Betriebsoptimierung hat beispielsweise gezeigt, dass die Lüftungsanlagen anfangs deutlich überdimensioniert liefen. Heute verbrauchen sie rund 40 Prozent weniger Energie als zu Beginn.
Viele Nutzer, viele Interessen
Bis in den vierten von 15 oberirdischen Stockwerken ist das Biozentrum öffentlich zugänglich. Darüber beginnt die Welt der Forschung. Hinzu kommen Räume für Seminare und Praktika. Werkstätten, ein Shop für Laborbedarf, umfangreiche IT-Anlagen, IT-Infrastruktur, Gastronomie und die Verwaltung. «Wir sind die Schnittstelle zwischen all diesen Anspruchsgruppen», sagt Christopher Weiss. «Und das Facility Management ist ein zentraler Teil davon.» Verschiedene Zutrittssysteme, Sicherheitsvorschriften sowie Schulungen für das Reinigungspersonal in den Laborzonen gehören ebenso zum Arbeitsalltag wie der korrekte Umgang mit Biosafety-Bereichen.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit
Für Alexander Sowa zeichnet sich eine gute Zusammenarbeit mit FM-Providern durch Zuverlässigkeit, Transparenz und Offenheit aus. «Wenn etwas nicht funktioniert, möchten wir das umgehend wissen. In einem so sensiblen Umfeld ist eine gute Fehlerkultur elementar, ebenso ein grosses technisches Verständnis. Das Biozentrum ist ein komplexes Gebäude, dafür braucht es die richtigen Leute am richtigen Ort, die genau wissen, was sie vor sich haben.» Lüftungsanlagen für den Laborbetrieb, die stündlich 180’000 Kubikmeter Luft pro Stunde umwälzen, sei etwas ganz anderes als eine Anlage in einem gewerblich genutzten Gebäude, die um mehrere Dimensionen kleiner ist. «Dieses Fachwissen muss ein Technikteam mitbringen oder sich in nützlicher Frist aneignen können.» Mit ISS funktioniere dies bisher bestens.
Ein Gebäude, das sich weiterentwickelt
Das Biozentrum der Universität Basel und ISS arbeiten bereits seit der Bauphase zusammen. Dieses tiefe Wissen über das Gebäude und die nahe Begleitung seiner Inbetriebnahme ist bis heute ein Vorteil für alle Beteiligten. Und doch bleibt das Biozentrum ein Gebäude, das sich ständig verändert. Sei es durch Umbauten im laufenden Betrieb, sei es durch neue Anforderungen aus der Forschung und stetige Optimierung. «Konstanz im Team und die Fähigkeit, mit diesen Veränderungen umzugehen, sind für uns zwei zentrale Ansprüche an die Partnerschaft für die nächsten Jahre», sagt Christopher Weiss. Denn eines ist klar: In einem Gebäude, das Spitzenforschung beherbergt, darf es im laufenden Betrieb keine groben Abweichungen geben.