Zwischen Eisfeld und Empfang – Matia Birchler im Doppelspiel
Wenn Matia Birchler in die Hocke geht, wird es still. Konzentration, Fokus, Adrenalin. Sekunden später hechtet er dem Puck entgegen – Parade! Auf dem Eis steht er mit seinen 1,95 Metern für den EV Zug im Tor, im Büro für ISS am Empfang. Der 18-Jährige meistert das Doppel- spiel zwischen Sport und Beruf mit derselben Leidenschaft: als Teamplayer, der Verantwortung übernimmt – auf dem Eis wie im Alltag.
Was fasziniert dich am Hockey und was motiviert dich, trotz Doppelbelastung beides unter einen Hut zu bringen?
Eishockey ist ein intensiver Sport – Verletzungen gehören dazu und manchmal kann eine einzige alles verändern. Deshalb ist es wichtig, auch ausserhalb des Sports ein zweites Standbein zu haben. Das OYM COLLEGE und der EVZ bieten ein tolles Programm, das eine duale Laufbahn möglich macht. So kann ich beides kombinieren: Sport und Ausbildung.
Wie bist du zum Hockey gekommen und wie lange spielst du schon?
Mein Vater ist grosser Eishockeyfan und hat mich und meinen Bruder oft mit ins Stadion genommen. In Einsiedeln, wo ich aufgewachsen bin, hat er beim lokalen Club ausgeholfen – dort habe ich auch mit sechs Jahren angefangen zu spielen. Mit sieben bin ich dann ins Tor gewechselt, das war einfach «mein Ding». Über den EHC Seewen bin ich schliesslich nach Zug gekommen. Mit 15 habe ich ganz zum EVZ gewechselt und bin seither auch am OYM COLLEGE.
Und wie bist du zu ISS gekommen?
Auf ISS aufmerksam wurde ich bei einem «Speed-Dating» zwischen Unternehmen und Schüler:innen. Da ISS mit Sportler:innen zusammenarbeitet und im OYM aktiv ist, war mir das Unternehmen bereits bekannt. Die Kombination aus Ausbildung und sportlicher Förderung hat mich überzeugt – und so absolviere ich nun mein viertes KV-Ausbildungsjahr im E-Profil bei ISS.
Matia, du bist seit August Teil des Teams der Niederlassung Zug, gleichzeitig aber auch aktiver Hockeyspieler beim EV Zug. Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?
Morgens arbeite ich in der Regel hier am Standort. Gegen Mittag fahre ich ins OYM, esse dort zu Mittag und um halb zwei beginnt das Eistraining, das meist bis etwa 16.00 Uhr dauert. Danach folgen noch Kraft-, Sprung- oder Schnelligkeitseinheiten, das variiert. Feierabend ist dann gegen 17.00 oder 17.30 Uhr. Freitags und sonntags haben wir häufig Spiele, samstags ist mein freier Tag.
Was gefällt dir an deiner Position als Goalie besonders?
Als Goalie bist du in einer Mannschaftssportart irgendwie dein eigenes Team – du stehst allein im Tor, trägst Verantwortung und brauchst Ruhe und Fokus. Ich mag diese Rolle. Und es gibt kein besseres Gefühl, als das Team mit einer Parade zu retten, wenn es mal nicht läuft.
Welche Parallelen siehst du zwischen deiner Ausbildung im Facility Management und dem Eishockey?
Viele! Teamfähigkeit steht ganz oben; gefolgt von Disziplin und strategischem Denken. Im Hockey wie im Job muss man präzise arbeiten, aufeinander abgestimmt sein und sich auf die anderen verlassen können. Das passt sehr gut zusammen.
Wie gehst du mit Druck um? Auf dem Eis und im Job.
Als Goalie bin ich Druck gewohnt. Im Job versuche ich, Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen – sonst passieren Fehler. Auf dem Eis wirst du dafür sofort bestraft, bei ISS zum Glück nicht (lacht). Wichtig ist, ruhig zu bleiben, vorauszudenken und im Moment zu sein. Das gilt in beiden Welten.
Wo siehst du dich in Zukunft?
Mein Traum ist es, Profispieler zu werden und den Sprung in die Profiliga zu schaffen. Mein Agent und ich prüfen derzeit, wo es Möglichkeiten gibt – auch international, etwa in den USA, Kanada oder Schweden. Zug bleibt aber mein Herzensclub.
Bis dahin freue ich mich aber auf die nächsten Monate bei ISS. In der Niederlassung kann ich in viele Bereiche reinschauen: Aktuell bin ich am Empfang, helfe aber auch in der Administration mit. Wir sind ein kleines Team, jeder unterstützt jeden, das gefällt mir.
Danke für die spannenden Einblicke, Matia. Wir wünschen dir alles Gute für deine Zukunft – auf dem Eis und im Beruf!
OYM COLLEGE & ISS SCHWEIZ
Als Swiss Olympic Sport School unterstützt das OYM COLLEGE junge Athlet:innen in einem modernen, pädagogisch durchdachten Umfeld dabei, Spitzensport und Ausbildung optimal zu vereinen. Mehr dazu unter oym-college.ch ISS Schweiz engagiert sich seit Jahren für die duale Laufbahn junger Spitzensportler:innen. In Zusammenarbeit mit OYM bietet ISS flexible Lehr- und Praktikumsmöglichkeiten, die es Nachwuchstalenten ermöglichen, Sportkarriere und Berufsausbildung erfolgreich miteinander zu verbinden.